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Pressemitteilung Vallendar, 19.10.2017
„Führen Frauen wirklich anders?“ Tagung von Frauen für Frauen an der PTHV Selbstbewusst – offen – organisiert – motiviert – souverän – partnerschaftlich – authentisch – stilvoll: Dies sind nur wenige der genannten Attribute, die bei der Tagung an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) zur Beschreibung weiblichen Führungsstils fielen. Führen Frauen tatsächlich anders? Was unterscheidet weibliches von männlichem Führungsverhalten konkret? Gibt es wirklich Unterschiede oder sind die Stärken nur anders besetzt? In welchen Situationen führt der Einsatz bestimmter Charaktereigenschaften vielleicht sogar zu wirksameren Ergebnissen? Diesen gesellschaftspolitisch bedeutsamen Fragestellung haben sich die drei hochkarätigen Referentinnen Sr. Dr. h. c. M. Basina Kloos, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Hildegard-Stiftung und Vorstandsmitglied der Edith-Stein Trägerstiftung, Christiane Underberg, Unternehmerin und Gesellschafterin der Firma Underberg sowie Christa Garvert, Stiftungsvorsitzende der Franziskus-Stiftung für Pflege und selbstständige Beraterin „Garvert-Beratungskonzepte“, in der Tagung für Frauen gestellt. Rund 60 Teilnehmerinnen aus dem Profit- und aus dem Nonprofit-Bereich kamen dazu nach Vallendar. In Impuls-Vorträgen stellten die Referentinnen zunächst den Schwerpunkt ihres jeweiligen Führungsstils vor: Christa Garvert war von 1980 bis 2016 bei der Marienhaus GmbH unter anderem erste weltliche Krankenhausoberin und Sprecherin der Geschäftsführung, dann gründete sie die Franziskus-Stiftung für Pflege. Sie widmete sich in ihrem Vortrag gemeinsam mit Michaele Münch, Geschäftsbereichsleiterin Betriebliches Gesundheitsmanagement/Arbeitssicherheit bei der Marienhaus Holding GmbH, dem Thema „gesund führen“. Ihr Leitspruch: Wer seine Wurzeln kenne, könne etwas gestalten. Zudem sei es wichtig, sich stets zu fragen: Welchen Sinn hat das, was ich tue? Wie sieht meine Mitte aus, was ist mir wichtig? Und: Passt meine persönliche Ausrichtung zu der Firmenausrichtung? „Grundlegend ist die Strategie, die aus einer Vision (des Unternehmens) abgeleitet werden muss. Neben der Struktur spielt zudem zu 80 Prozent die Kultur des Unternehmens eine wesentliche Rolle.“ Ihr Fazit: Führung ist Kunst. Es gibt keine Kriterien zu entscheiden, welche die bessere Philosophie des Führens ist. Es ist die Unterschiedlichkeit in der männlichen und weiblichen Führung, die Perspektiven eröffnet und eine wichtige Grundlage für die Persönlichkeits- und Unternehmensentwicklung darstellt. Unter Beachtung dieser Grundbedingungen erreichen wir menschlich und wirtschaftlich gute Ergebnisse für ein menschlich und unternehmerisch gelungenes Leben. Sr. Dr. h.c. M. Basina Kloos war dreimal in Folge (insgesamt 18 Jahre lang) Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, ehemals Vorstandsvorsitzendes der Marienhaus Unternehmensgruppe, jetzt Hildegard Stiftung. In ihrem Beitrag, gemeinsam mit Andrea Rall, stellvertretende Akademieleiterin der Edith-Stein-Akademie, ging es um „wert-volle Führung“.
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